Schatzalp

Schatzalp
Ensemble

Vertiefungsarbeit Herbstsemester 2021
Studenten: Murielle Morger & Michael Utiger
Betreuung: Fabian Kastner

Das Hotel Schatzalp bietet im Kontext der Möbelreparatur einen reichhaltigen geschichtlichen Hintergrund. Aus einem Schatz an obsolet gewordenen Möbeln wurden Tisch, Stuhl und Sessel ausgewählt um die zukünftige Transformation der Gästezimmer zu untersuchen. Der Entwurf der Reparatur sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern in einen Dialog mit dem Wesen des Hotels treten. Vor allem der Sessel hat diesen Diskurs intensiviert, indem zwischen Erhalten und Erneuern abgewogen werden musste. Da sich das ehemalige Sanatorium über die Zeit stets gewandelt und verändert hat, gehen Eingriffe am Bestand jedoch auch mit der Charakteristik des Hotels einher.

Betrachtet man nun die Reparatur als Gegenspieler einer Neuanschaffung, so ist es sicher die nachhaltigere und sensible Art, Innenräume zu gestalten. Darüber hinaus zählt nicht nur der pragmatische Ansatz der Wiederverwendung: die Nostalgie und die Sentimentalität, die durch alte Einrichtungen geweckt werden können, berühren uns ebenso auf eine emotionale Weise. Die intensive Auseinandersetzung mit den Objekten wirft Fragen über deren Geschichte, Tradition und handwerkliche Ausarbeitung auf, welche teilweise nicht beantwortet werden können. Dennoch ist sie eine lehrreiche und kreative Herangehensweise.

Schatzalp
Materielle und Immaterielle Verluste
Vertiefungsarbeit Herbstsemester 2021
Studenten: Alexandra Schwarz, Nadja Furler
Betreuung: Fabian Kastner

Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, welche Materialien in den Gästezimmern der Schatzalp vorhanden sind. Der Fokus lag auf den oberen Geschossen. Dabei wurde eine visuelle und gleichzeitig quantitative Sammlung der Materialien erarbeitet und Thesen zu deren Lebenszyklen erstellt.

Die Geschichte des Gebäudes, der Wandel vom Sanatorium zum Hotel und der damit zum Teil einhergegangene Wechsel des Materials und Wirkung der Gästezimmer, warf die Frage des aktuellen Zustandes des Innenausbaus auf und dementsprechend auch die Frage, wie hoch man den Anteil an bauzeitlichen Materialien annehmen kann.

Ausserdem wirft der Zustand des etwas in die Jahre gekommenen Gebäudes die Frage nach der Zukunft auf. Dabei muss der denkmalpflegerische Wert des Gebäudes in Betracht gezogen und bewertet werden, welche Materialien erhaltenswert sind und welche ersetzt werden können.