A Place to Play. The Centro Educativo Italo-Svizzero in Rimini

AUSSTELLUNG

Ort: ETH Hönggerberg, Stefano-Franscini-Platz 5, 8093 Zürich. HIL D 50.5 (gta Foyer)

Zeitraum: 24. September–18. November 2026

Vernissage: 23. September 2026, 18.00 Uhr

Kuratiert von: Associazione culturale The Formwork (Prof. Dr. Marko Pogacnik, Dr. Francesco Maranelli, Dr. Francesca Rognoni, Dr. Riccardo Segradin) in Zusammenarbeit mit der Professur für Konstruktionserbe und Denkmalpflege, ETH Zürich (Prof. Dr. Silke Langenberg, Dr. Maria Kouvari) und der Fondazione Margherita Zoebeli.

Das Thema der Ausstellung ist die Beziehung zwischen Pädagogik und Architektur und die Rolle, die Institutionen, die sich der Bildung und Lehre widmen, im Kontext der Stadt spielen. Das Italienisch-Schweizerische Bildungszentrum (CEIS) wurde 1946 in Rimini vom Schweizerischen Arbeiterhilfswerk mit dem Ziel gegründet, ein Dorf für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 14 Jahren zu schaffen, in dem Bildungsprogramme zur Integration von Personen mit Beziehungsschwierigkeiten entwickelt werden konnten. Seit siebzig Jahren ist die Institution ein Bezugspunkt für die Stadt und für diejenigen, die im Bereich der Pädagogik tätig sind. Die Gründerin, die Schweizer Pädagogin Margherita Zoebeli (1912–1996), kam gemeinsam mit einem jungen Architekten, Felix Schwarz (1917–2013), nach Rimini, der bei Aldo van Eyck studierte und mit ihm arbeitete. Van Eyck experimentierte in eben diesen Jahren mit seinen Spielplätzen – Orten des Vergnügens und Spiels, die sich in Stadtzentren befanden. Die Ereignisse rund um das CEIS bieten die Gelegenheit, eine Konstellation miteinander verflochtener Geschichten und Themen zu untersuchen: von der Arbeit Schweizer Organisationen im Bereich des Kinderschutzes bis zum Thema der transnationalen Geschichte und Erinnerung; von der Debatte über die Beziehung zwischen Pädagogik und Architektur im Italien der 1950er-Jahre und der Bedeutung Margherita Zoebelis bis hin zur Verflechtung der Schweizer und italienischen Architektur zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit des Wiederaufbaus. Schliesslich wird der bedeutende Beitrag des Architekten und IUAV-Professors Giancarlo De Carlo (1919–2005) zur Geschichte des CEIS im Zentrum der Diskussion stehen: mit dem Entwurf für das Gebäude Betulla und anschliessend mit dem Masterplan für einen neuen Komplex, der gemeinsam mit Armando Barp (1939–2026) entworfen, letztlich jedoch nie gebaut wurde. Die Ausstellung wird von der Vorführung zweier Kurzfilme begleitet, die vom Architekten Felix Schwarz beziehungsweise von Prof. Marco Bertozzi (IUAV Universität Venedig) stammen.