Vertiefungsarbeit HS25
Studierende: Anna Maria Essig, Jos Auf der Maur, José Häni Ivorra, Leandro Gregorio, Timothy Furrer
Betreuung: Silke Langenberg, Rolf Imseng
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung von Baukultur im Spannungsfeld zwischen fachlicher Expertise und öffentlicher Wahrnehmung. Obwohl die gebaute Umwelt den Alltag prägt, wird ihre kulturelle Bedeutung im öffentlichen Diskurs häufig erst im Kontext von Konflikten sichtbar, während Institutionen wie ICOMOS Suisse ausserhalb von Fachkreisen wenig präsent sind.
Im Zentrum steht die Entwicklung eines Kommunikationskonzepts, das Baukultur für ein breites Publikum zugänglich macht. Grundlage bilden die Analyse bestehender Kampagnen sowie theoretische Ansätze der Kommunikationsstrategie, aus denen zentrale Prinzipien der Vermittlung abgeleitet werden.
Der Entwurfsprozess untersucht unterschiedliche Strategien der Annäherung, von visuellen Gegenüberstellungen bis hin zu Ansätzen, die Wahrnehmung über Vertrautheit oder Irritation aktivieren. Dabei verschiebt sich der Fokus von erklärenden Formaten hin zu einer Vermittlung, die Baukultur über alltägliche Erfahrung sichtbar macht.
Das entwickelte Kampagnenkonzept «Vielfalt ist unser Erbe» nutzt die sprachliche und kulturelle Diversität der Schweiz als Ausgangspunkt. Durch die Gegenüberstellung regionaler Begriffe und Bauwerke wird Architektur als Teil eines kollektiven kulturellen Systems lesbar.