Vertiefungsarbeit FS24
Studierende: Jérome Ammann, Chiara Bosshard
Betreuung: Reto Wasser
Die Böden aus Inlaid‑Linoleum auf der Schatzalp in Davos stellen ein zentrales, heute jedoch nur noch fragmentarisch erhaltenes Element der historischen Innenausstattung dar. Ursprünglich in Patientenzimmern und Korridoren verlegt, verband dieser Bodenbelag gestalterische, funktionale und hygienische Anforderungen und war eng mit der Nutzung des Gebäudes als Sanatorium verknüpft.
Im Zentrum der Arbeit steht die Untersuchung von Inlaid‑Linoleum als Material an der Schnittstelle von industrieller Produktion, architektonischem Entwurf und Nutzung. Neben einer historischen Einordnung werden insbesondere Herstellungsverfahren, materialtechnische Eigenschaften sowie gestalterische Aspekte analysiert. Dabei wird Inlaid‑Linoleum als ein durch industrielle Prozesse geprägtes, gleichzeitig stark entwurfsabhängiges Material verstanden, dessen Ausdruck wesentlich durch Muster, Textur und Farbigkeit bestimmt ist.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Einordnung des Bestands auf der Schatzalp sowie auf der Frage, wie mit den noch vorhandenen Überresten umgegangen werden kann. Der Erhaltungszustand, die räumliche Verteilung sowie die veränderten Nutzungsanforderungen führen zu unterschiedlichen möglichen Strategien zwischen Konservierung, Reparatur und Reproduktion.